
Christa Baumberger war im Herbst 2021/22 als Gastdozentin an der Universität Basel tätig.
Literatur ausstellen ist eine Herausforderung: Wie lassen sich Geschichten im Raum erzählen? Was ist der ‹Mehrwert› einer Literaturausstellung im Vergleich zum Buch? Und wie steht es um die viel beschworene «Aura des Originals» in Zeiten rasanter Digitalisierung ganzer Archivbestände?
Der material turn in den Geistes- und Kulturwissenschaften hat auch in der Literaturwissenschaft das Augenmerk auf die Materialität von Literatur gerichtet: auf Manuskripte, literarische und biografische Archivalien, Fotografien und Objekte. Diese werden in Sammlungen und Literaturarchiven konserviert und in Ausstellungen an ein Publikum vermittelt, wobei die Bandbreite weit ist: Sie reicht von der klassischen Vitrinenausstellung bis zur opulenten Multimediaschau.
Das Seminar an der Universität Basel schlug einen grossen Bogen vom Archivieren literarischer Nachlässe bis zur Inszenierung von Literatur im Raum. Im Zentrum standen aktuelle, vergangene und künftige Ausstellungen zu Dada, Friedrich Glauser, Ré Soupault, Kurt Marti, Adelheid Duvanel und litafrika – Poesien eines Kontinents.
Ein grosser Dank geht an die Universität Basel für die Einladung, als Gastdozentin die eigene kulturelle Praxis zu reflektieren und zu vermitteln. Herzlichen Dank auch den Teilnehmer:innen. Ihre Lust an der Diskussion war sehr inspirierend und hat viele neue Gedanken in Gang gesetzt.
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Erzählfäden im Raum zu Texten weben. Webstuhl im Museum Neuthal Textil- & Industriekultur .
Foto: Christa Baumberger, 2021

